Meine Emetophobie hat ihre Wurzeln nicht im Erbrechen selbst, sondern in meiner Kindheit. Durch das Aufwachsen mit einer narzisstischen Mutter war mein Nervensystem lange in dauerhafter Alarmbereitschaft. Es gab wenig emotionale Sicherheit und kaum Co-Regulation, wodurch mein Körper nie richtig lernen konnte, sich sicher zu entspannen. Heute zeigt sich das in einer sehr sensiblen Stress- und Angstreaktion, besonders bei Themen wie Krankheit und Kontrollverlust. Mein Parasympathikus springt dann nicht automatisch an, er braucht Sicherheit, Vertrauen und Zeit. Die Angst ist also kein Zeichen von Schwäche, sondern eine erlernte Überlebensstrategie, die ich nun Schritt für Schritt neu ausrichte.
Hier findest du alle Artikel, in denen ich über Emetophobie schreibe. Erfahrungen, Gedanken und Dinge, die mir im Umgang damit geholfen haben.